Sternhaufen, Nebel und Galaxien weit außerhalb unseres Sonnensystems

M31 Andromedagalaxie

Die Andromedagalaxie (wird auch Andromedanebel oder großer Andromedanebel genannt) ist nur rund 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und gehört zu den Spiralgalaxien vom Typ Sb. Mit einer Durchmesser von rund 140.000 Lichtjahren ist die Andromedagalaxie das größte Mitglied der lokalen Gruppe, unsere Milchstraße hat im Vergleich dazu einen Durchmesser von rund 100.000 Lj. Charles Messier führt die Galaxie unter M31 in seinem Katalog (im New General Catalogue Nr. 224). Die Andromedagalaxie ist das von uns am weitesten entfernte Objekt, das man in klaren Nächten schon mit dem bloßen Auge sehen kann.

Auf dem Bild sieht man neben M31 auch 2 der nahezu 40 Galaxien, die M31 umgeben. M32 (elliptische Zwerggalaxie) etwas rechts unterhalb des Zentrums der Andromedagalaxie und M110 (elliptische Galaxie) oberhalb der Andromedagalaxie.

Nach dem Kamerawechsel und den ersten Versuchen mit PixInsight die zukünftige EBV zu erledigen, habe ich mir wieder eine "Kerze" ausgesucht, so dass ich mich voll und ganz auf die EBV konzentrieren kann, da ja mehr oder minder klar ist, was am Ende herauskommen muss...

Das Bild ist ein Summenbild aus 30 x 300s bei ISO 800 mit der Nikon D750 (nicht astromodifiziert) und wurde am 30. August 2019 aufgenommen. Aufgrund der höheren Dynamik des Kamerasensors habe ich bei diesem Bild darauf verzichtet für den Kern kürzer belichtete Aufnahmen zu machen. Filter wurden bei dieser Aufnahmeserie ebenfalls keine verwendet.

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Nordamerikanebel NGC7000

NGC7000 ist das 2. Versuchsobjekt, das für einen Vergleich Serien DSLR vs. Astromod herhalten musste. Nachdem ich schon die Region um den Flaming Star Nebula IC 405, die ursprünglich mit einer Canon EOS 600D(a) und verschiedenen Filtern aufgenommen wurde, in einem zweiten Anlauf mit einer neuen und nicht modifizierten Nikon D750 belichtet habe, war ich mir immer noch unschlüssig ( Astromod Ja/Nein ) ob die Umstellungen von Canon auf Nikon, APS-C auf KB, Astrmod auf Serien-DSLR und nicht zuletzt auch beim Software-Unterbau von Windows und den hier ( EBV: Stacken und Stretchen ) beschriebenen Programmen, die alle leider die RAW-Daten der Nikon nicht unterstützen, auf einen Mac mit Pixinsight, denn wohl der richtige Weg waren...

Aber schaut selbst, ein Bild sagt einfach mehr als 1.000 Worte.

Die aktuelle Version vom Nordamerikanebel wurde wie das alte Bild ebenfalls "nur" eine Stunde in Summe belichtet, allerdings nicht wie 2013 mit 45s Subframes, sondern mit 300s Einzelframes. Es gibt ja vielerlei Diskussionen im Netz ob die Dauer der Einzelframes wirklich eine Rolle spielt oder nicht, aber ich denke, dass man mit den längeren Frames (300s) die bessere Basis schafft. Da ich keine Vergleichsmessungen als Referenz ins Feld führen kann, ist diese Tendenz nur als "Bauchgefühl" zu verstehen!

Aufnahmedaten: 22.August 2019 gegen Mitternacht, 12 x 300s bei ISO 800 und erstmals einer Bearbeitung in PixInsight:

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Flaming Star Nebula IC 405

Der Flaming Star Nebula ist ein diffuser Nebel im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga). Im Index Catalogue findet man diesen rund 10 mag hellen Nebel unter der laufenden Nummer 405 (IC 405). Die bläuliche Färbung des Nebels um AE Aurigae herum beruht auf der enormen Lichtemission des Sterns selbst, dessen Leuchtkraft in etwa dem 30.000-fachen unserer Sonne entspricht. Daher ist der Flaming Star Nebula sowohl Emissionsnebel (rötlicher Teil) als auch Reflexionsnebel (bläulicher Teil).

Rund 1,5° östlich von IC 405 befindet sich eine weitere interesannte Region, bestehend aus dem kleinen offenen Sternhaufen NGC 1893, der mitten im Emissionsnebel IC 410 liegt. IC 410 wird hin und wieder auch als Tadpole Nebula (Kaulquappennebel) bezeichnet. Bei genauer Betrachtung erkennt man auch warum.

Zwischen diesen beiden Nebelregionen liegen die Sterne 16-19 Aur, die zusammen mit IQ Aur an eine kleine Version des Sternbilds Leier erinnern und auch im Teleskop/Kameradisplay schnell aufgefunden werden können. 

Zu Testzwecken habe ich diese Region noch einmal mit meiner neuen Nikon D750 im Serienzustand ohne Filter fotografiert um einfach einen Vergleich zu haben, wieviel mehr Rot durch einen Astromodifikation auf dem Sensor ankommt. Hier geht's zum Vergleich: Astromodifikation Ja/Nein

Das "ältere" Bild findet ihr weiter unten!

Das Bild entstand über 3 Nächte verteilt (vom 25.-27. Februar 2019) während ich mein komplettes Equipment von Canon auf Nikon umgestellt habe. Nach allen Anpassungen - Abstand Flattener/Sensor, Software auf dem PC, Ansteuerung der Nikon, Akkulaufzeiten - blieben 36 Aufnahmen á 600s bei ISO400 übrig, die ich zu folgendem Bild verarbeitet habe (Flats, Darks, BIAS wurden auch gemacht):

 

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M64 Black Eye Galaxy

Messier 64, The "Black Eye" oder auch NGC 4826 ist eine Spiralgalaxie im Haar der Berenike (Coma Berenices). Entdeckt wurde die Galaxie am 23. März 1779 von Edward Pigott in Wales. Die große ovale Dunkelwolke nördlich des Kerns wurde hingegen erst von William Herschel entdeckt. Der britische Physiker Charles Blagden – dem Herschel die Galaxie zeigte – verglich sie mit einem schwarzen Auge, was ihr schlußendlich den Namen „Black Eye“ einbrachte.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von 8,5 mag und einer Winkelausdehnung von 10´ x 5´,4 ist die Galaxie weder sonderlich hell, noch groß. Der extrem helle Kern mit einem äußerst massereichen Schwarzen Loch weist M64 als Seyfert-Galaxie aus, aufgrund der ungewöhnlichen Strukturen lässt sich M64 nicht den einfachen Hubble-Typen zuordnen. In der Literatur findet man sowohl eine Sa wie auch Sb Klassifizierung.

Neben der, mit 8.000 Lichtjahren Durchmesser, riesigen Dunkelwolke ist vor allem das Rotationsverhalten von M64 besonders interessant. Der extrem helle Kernbereich mit einem Durchmesser von ca. 6.000 Lichtjahren rotiert entgegen! den äußeren Bereichen der Galaxie. Vermutlich entstand diese gegenläufige Rotation bei der Verschmelzung mit einer kleineren, staubreichen Galaxie, deren Eigenbewegung auch für die Entstehung des Staubbandes in M64 verantwortlich war.

Die Verschmelzung fand in einer Entfernung von 20-25 Mio. Lichtjahren statt. Aufgrund der Entfernung ergibt sich eine Größe von rund 60.000 Lichtjahren Durchmesser. M64 gehört daher zu den kleineren Galaxien.

Das Bild ist ein Summenbild aus 66 x 600s bei ISO 400 und wurde in 4 Nächten (trotz Neumond wird es aktuell nicht mehr lange dunkel) zwischen dem 05. und 09.05.2018 aufgenommen.


 

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Hickson 61 - The Box

Hickson 61, die "Box Galaxies" oder auch nur "The Box", ist eine recht kleine Gruppe von Galaxien, die ein nahezu perfektes Rechteck bildet. 

Die Box hat eine Kantenlänge von etwa 5 Bogenminuten und erscheint daher trotz der Brennweite von etwa 1.600mm recht klein im Bild. NGC 4169, mit gerade einmal 12,2 mag die hellste der vier Galaxien, ist eine linsenförmige Galaxie des Typs S0. Die Spiralgalaxie NGC 4173 vom Typ Scd und einer Helligkeit von 12,7 mag ist mit einer Winkelausdehnung von 5,0' x 0,7' die Größte dieser kompakten Gruppe. NGC 4174 ist eine Linsenförmige Galaxie des Hubble-Typs S0-a (13,5 mag) und NGC 4175 eine Spiralgalaxie des Typs Sbc (13,4 mag).

Alle vier Galaxien wurden am 11. April 1785 von William Herschel entdeckt.

Für die visuellen Beobachter, leider gilt auch hier (wie beim Intergalactic Wanderer auch): "Size does matter!" Mit meinem 8" ACF ist visuell unter meinem Himmel nichts zu sehen und bei meinen
Recherchen im Netz bin ich des öfteren über 12"-Öffnung als Minimum gestolpert. Falls ihr dennoch einen Versuch wagen wollt, findet ihr "The Box" im Haar der Berenike etwa 1,5° nördlich von 9 Com.
Die meisten Beobachtungsberichte findet man mit jedoch mit 14" und mehr. Allerdings kann man durch eine Belichuntgszeit von 4 Stunden auch mit kleineren Geräten so einiges zum Vorschein bringen...

Das Bild ist ein Summenbild aus 24 x 600s bei ISO800 und wurde in der Nacht vom 19.03.2018 aufgenommen.


 

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M81, M82 Bode´s Nebulae II

Messier 81 (zentral) und Messier 82 (links von M81) sind zwei recht nah beieinander liegende Galaxien im Großen Bären. Beide Galaxien habe ich zwar schon einzeln aufgenommen, und auch einmal in ordentlicher Größe zusammen auf einem Bild, aber wenn man so durch´s Netz surft, findet man auch immer wieder die beiden Galaxien in einem größeren Feld mit den umliegenden Integrated Flux Nebulae (IFN). Genau diese IFN wollte ich ursprünglich einfangen, musste allerdings ernüchternder Weise feststellen, dass dazu weder die 10h Gesamtbelichtungszeit noch die Güte meines "Gartenhimmels" reichen... Der Mond war zur Aufnahmezeit noch nicht aufgegangen, sodass für meinen Standort maximale Dunkelheit herrschte, aber von IFN keine Spur, die sich lohnen würde weiter zu verfolgen.

Dafür tummeln sich im Hintergrund eine Menge kleinerer Galaxien, wie z.B. direkt unterhalb von Messier 81 die irreguläre Zwerggalaxie UGC 5336 (auch Holmberg IX), die rund 12.000.000 Lichtjahre von uns entfernt ist und eine Helligkeit von lediglich 14,3 mag aufweist. Am Bildrand rechts oben befindet sich NGC 2976, ein weiteres Mitglied des Galaxienhaufens der Messier 81-Gruppe. NGC 2976 ist eine Spiralgalaxie, die 10 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist und mit 10,1 mag ebenfalls nicht gerade hell leuchtet.

Das Bild ist ein Summenbild aus 60 x 600s bei ISO 400 und wurde am 07. und 08.02.2018 aufgenommen.

 

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Intergalactic Wanderer NGC2419

Der Intergalaktische Wanderer (NGC 2419) ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Luchs. Im Vergleich zu Messier 13 ist NGC 2419 mit lediglich 10,3 mag zwar deutlich lichtschwächer, allerdings sollte man sich auch vor Augen führen, dass der Intergalaktische Wanderer mehr als 10 mal so weit von uns entfernt ist. Seine Entfernung zum galaktischen Zentrum der Milchstraße wird mit 300.000 Lichtjahren und mit rund 275.000 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem angegeben. In Anbetracht dessen verwundert es auch wenig, dass NGC 2419 trotz seines tatsächlichen Durchmessers von rund 260 Lichtjahren auf Bildern deutlich kleiner erscheint als Messier 13 mit lediglich 145 Lichtjahren Durchmesser.
Bei seiner Entdeckung im Dezember 1788 von William Herschel erkannte dieser ihn nur als runden Fleck, der erst 62 Jahre später (1850) von Lord Rosse mit seinem 72-Zoll "Leviathan" als möglicher Kugelsternhaufen angesehen wurde. Auch diese Einschätzung wurde erst weitere 72 Jahre später von Carl Otto Lampland endgültig bestätigt, mehr als 130 Jahre nach seiner Entdeckung.
Eine erste Entfernungsschätzung im selben Jahr belief sich auf 160.000 Lichtjahre, wurde aber später (1935 von Walter Baade) auf 182.000 Lichtjahre korrigiert. Harlow Shapley gab NGC 2419, wegen der damals noch nicht bekannten Größe unserer Milchstraße und der ebenfalls unterschätzten Entfernung zu unseren Nachbargalaxien, den Spitznamen Intergalactic Tramp (Streuner) woraus dann schlußendlich der Wanderer gemacht wurde. Ein recht passender Name, wenn man bedenkt, dass es zum einen die Vermutung gab, dass der Wanderer seinen Ursprung außerhalb unserer Milchstraße hat, also wie Omega Centauri aus einer von der Milchstraße eingefangenen Zwerggalaxie entstammt und zum anderen unsere nächsten Nachbargalaxien nur 170.000 (LMC) bzw. 200.000 (SMC) Lichtjahre entfernt sind.
Trotz seiner großen Entfernung zum Zentrum der Milchstraße ist NGC 2419 gravitativ an die Milchstraße gebunden, wie auch die noch weiter entfernten Kugelsternhaufen Palomar 3, 4 und 14.
Für einen Umlauf um die Milchstraße benötigt der Wanderer etwa 3 Milliarden Jahre, daher sollte er auch für spätere Generationen von Astronomen immer noch ca. 7° Nord Nord Ost von Castor (α Geminorum) zu finden sein.
Bei der Suche nach Informationen über den Intergalaktischen Wanderer stößt man auch immer wieder auf Beobachtungsberichte, dass es selbst mit 16"-Teleskopen unter wirklich guten Bedingungen kaum möglich ist den Kugelsternhaufen in Einzelsterne aufzulösen, um so faszinierender finde ich pers. dann immer die Ergebnisse, die fotografisch mit deutlich kleinerem Equipment machbar sind (Alle Details zum Equipment unten auf dieser Seite).

Der Vollständigkeit halber: Der helle Stern direkt neben NGC 2419 ist HD 60771 (7,2 mag hell, 95,9 pc entfernt) und etwas weiter rechts dann der Doppelstern HD 60694 (8 mag hell, 202,4 pc entfernt) und HIP 37103 (10,7 mag).

Das Bild ist ein Summenbild aus 18 x 600s Einzelbildern bei ISO 800 und wurde am 14.01.2018 aufgenommen.

 

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Elefantenrüsselnebel IC1396A

Nach über 3 Monaten endlich mal wieder eine klare Nacht! Wenn auch vom fast vollen Mond deutlich aufgehellt musste ich einfach mal wieder ran...

Den Elefenantenrüsselnebel (the elephant´s trunk nebula) findet man im Sternbild Kepheus. Dieser kleine Teil (IC1396A) und auch der Reflexionsnebel vdB142 liegen in einem deutlich größeren H-II-Gebiet (IC1396), das rund 2.400 Lj von der Erde entfernt in unserer Milchstraße liegt. Die hell umrandete Globule besteht aus Gas und Staub und ist mit einer scheinbaren Helligeit von ca. 9,7mag alles andere als eine "Kerze" am Himmel. Zum Vergleich, der Orionnebel hat eine scheinbare Helligkeit von etwa 3,7mag, ist also um ein vielfaches heller!

Die deutlich zu kurze Belichtungszeit von 4 Stunden hatte sich vor allem bei der EBV bemerkbar gemacht, denn das SNR war alles andere als gut (siehe Bild weiter unten), so dass ich noch einmal ein paar Stunden Signal gesammelt habe. Die Rohdaten wurden in 3 Nächten im September und Oktober 2017 aufgenommen und zu einem Summenbild mit 60 x 600s Belichtungszeit bei ISO 800 zusammengefügt. Die daraus resultierende Gesamtbelichtungszeit von 10h macht sich vor allem beim SNR und in den feineren Details bemerkbar.

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M13 Herkulescluster

Messier 13 ist ein kugelsternhaufen im Sternbild Herkules und ist der hellste Kugelsternhaufen des Nordhimmels. Aufgrund seiner scheinbaren Flächenhelligkeit von rund 5,8mag und seiner Lage auf der "Verbindungslinie" zwischen η und ξ Her ist M13 recht leicht zu finden. Entdeckt wurde dieser Kugelsternhaufen vor über 300 Jahren vom englischen Astronomen Edmond Halley.

Kugelsternhaufen befinden sich meist im Halo einer Galaxie. M13 ist einer von rund 150 bereits entdeckten Kugelsternhaufen unserer Milchstraße und ist etwa 25.000 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt.

Das Bild ist ein Summenbild aus 10 x 120s und 15 x 600s Einzelbildern bei ISO 800 und wurde am 30.04.2017 aufgenommen. Im Vergleich zu meinem letzten Versuch aus 2015 (s.u.) habe ich diese Mal den ISO-Wert auf 800 erhöht und das Öffnungsverhältnis mit einem Reducer auf ca. f/6.7 beschleunigt (f/10 ohne Reducer), so dass dadurch, neben der doppelt so langen Belichtungszeit, auch deutlich mehr Photonen eingefangen wurden. Beim direkten Vergleich der beiden Bilder sieht man das recht deutlich am Abstand der kleinen Galaxie NGC4617 (kleiner "Strich" links von M13) zum äußeren Rand des Kugelsternhaufens. Leider war das Seeing nicht besonders gut, was zu deutlich größeren Sternscheibchen geführt hat. (Norden ist oben)

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Seelennebel IC1848

Der Seelennebel IC1848 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia im Perseus-Arm unserer Milchstraße. Im Nebel befindet sich mehrere kleine offene Sternhaufen und eine als W5 bekannte Radioquelle. IC1848 ist etwa 7.500 Lichtjahre von uns entfernt und hat am Himmel eine Ausdehnung von etwa 40´ x 10´. Die scheinbare Helligkeit (visuell) beträgt 12,5mag. Direkt neben IC1848 befindet sich der Herznebel IC1805 und etwas abgelegener der offene Doppelsternhaufen h und Chi Persei, wie man auf der Übersichtsaufnahme rechts gut erkennen kann: 

Zusammen mit IC1805 bildet IC1848 ein zusammenhängendes Sternentsehungsgebiet im Perseusarm unserer Milchstraße.

Das Bild ist ein Summenbild aus 60 x 600s bei ISO 800 und wurde am 25. und 26. Januar 2017 aufgenommen.

 

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Herznebel IC1805

Der Herznebel IC1805 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia im Perseus-Arm unserer Milchstraße. Im Zentrum dieses Nebels befindet sich der offene Sternhaufen Melotte 15, den ich schon einmal mit deutlich mehr Brennweite fotografiert habe. IC1805 ist etwa 7.500 Lichtjahre von uns entfernt und hat am Himmel eine Ausdehnung von etwa 60´ x 60´. Die scheinbare Helligkeit (visuell) beträgt 12,5mag.

Direkt neben IC1805 befindet sich der Seelennebel IC1848 und etwas abgelegen der offene Doppelsternhaufen h und Chi Persei, wie man auf der Übersichtsaufnahme rechts gut erkennen kann.

Herz- und Seelennebel bilden eine zusammenhängende Sternentstehungsregion unserer Milchstraße.

Zum Vergleich, das hier abgebildete Bildfeld mit dem Herznebel entspricht in etwa der 4fachen Größe des Vollmondes.

Das Bild ist ein Summenbild aus 60 x 600s bei ISO 800 und wurde am 19. und 21. Januar 2017 aufgenommen.

 

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Sh2-261 Lowers´s Nebula

Sh2-261 oder auch Lower´s Nebula ist ein Ha-Emissionsnebel im oberen Bereich des Sternbild Orion (aus Orions Sicht, in seiner rechten Hand) nahe Xi Orionis. Dieser Nebel wurde erst recht spät, 1939 von Harold Lower und seinem Sohn Charles, auf einem Foto entdeckt. Das Bild entstand damals mit einer selbstgebauten 8" Schmidtkamera. Dieser Nebel ist rund 3.260 Lichtjahre von uns entfernt, hat eine größe von ca. 13,1 parsec und leuchtet mit einer scheinbaren Flächenhelligkeit von etwa 10 mag. Oberhalb des recht hellen Sterns HD 41997 (8,4 mag) im Zentrum von Sh2-261 zeichnet sich ein kleiner Reflexionsnebel ab.

Zum Vergleich, das hier abgebildete Bildfeld entspricht in etwa der Größe des Vollmondes.

Das Bild ist ein Summenbild aus 36 x 600s bei ISO 800 und wurde am 4. und 5. Januar 2017 aufgenommen.

 

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Jellyfish Nebula IC 443

Der Jellyfish Nebula (dt. Quallennebel) wird im Index-Catalogue unter IC 443 geführt. Man findet den Nebel, der im Übrigen ein Supernovaüberrest ist, auch unter der Bezeichnung Sharpless 248 (SH2-248). Rechts neben dem Supernovaüberrest befindet sich der Stern Propus (Eta Geminorum), ein Veränderlicher, der mit einer Helligkeit zwischen 3,24 und 3,96 mag schwankt (Periodendauer 235 Tage).

Links im Bild, befindet sich ein weiterer heller Stern des Sternbilds Zwillinge, My Geminorum bzw. Tejat Posterior. Auch dieser Stern ist ein Veränderlicher, allerdings ein unregelmäßiger, dessen Helligkeit zwischen 2,94 und 3,00 mag schwankt.

Im oberen Bereich des Bildes (mittig) befindet sich der kleine, gerade einmal 32 Quadratbogenminuten messende Reflektionsnebel IC 444.

Das Bild ist ein Summenbild aus 21 x 600s bei ISO 800 und wurde am 30.12.2016 aufgenommen.

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